Was macht ein Medium und warum wir

keine Wahrsager sind?

In unseren Regionen herrschen leider noch einige Verwirrungen was ein Medium tatsächlich ist und macht. Da hat es immer noch viele Vorurteile und falsche Vorstellungen, daher möchte ich hier auf meiner Seite einmal erklären und „aufräumen“.

 

Sensitives Arbeiten

 

Es gibt Menschen, die Hilfe anbieten mit Kartenlegen, Kaffeesatzlesen oder Ähnlichem. Diese Menschen arbeiten im besten Falle sensitiv (siehe Text „Aura und wie man sie liest“) und beraten so ihre Klienten zu verschiedenen Lebensfragen. Im schlimmsten Fall erzählen sie einfach nur was ihr gegenüber hören möchte. Hier ist eine gewisse Vorsicht geboten, es gibt viele „Wahrsager“, die nicht das Beste im Sinne haben und gerne auch mal die Kundschaft von ihren Beratungen abhängig macht. Kein Mensch kann die Zukunft voraussagen.

 

Was man sagen kann, sind Chancen und mögliche Wege, die bereits eingespuhrt sind. Da ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass die sich auch erfüllen werden. Der freie Wille aller Beteiligten ist aber immer höher zu werten, so kann jede Situation auch kurzfristig noch ganz anders kommen als eigentlich eingespuhrt.

 

Mit Zukunftsvoraussagen sollte man sehr vorsichtig sein, man kann damit viel zerstören und das landet dann nicht nur auf dem Karma-Misthaufen des Kunden sondern auch auf dem des Wahrsagers/Mediums.

 

Ich möchte dies anhand eines einfachen Beispiels verdeutlichen:

Es kommt eine jung Frau zum Medium und fragt, ob sie ihre bevorstehende Lehrabschlussprüfung zur Fachfrau Pflegen bestehen werde. Das beratende Medium kuckt sensitiv in die Aura und sieht, dass die jung Frau viel lernt, sich in Lerngruppen engagiert und auch sonst alles tut, um erfolgreich ihre Prüfung zu absolvieren. Das Medium sagt also, dass das Vorhaben erfolgreich sein wird und sie sich keine Sorgen machen müsse. Die junge Frau ist erleichtert, geht nach Hause und macht ab sofort nichts mehr oder nur noch sehr wenig für ihre Lehrabschlussprüfung. Das Ende vom Lied ist, dass sie durchfällt, weil sie sich nicht mehr die entsprechende Mühe gemacht hat.

 

Daher ist es wirklich sehr wichtig wie man das Erspürte oder durch Bilder gesehene weitergibt. So etwas lernt man in der Regel in einer sensitiven/medialen Ausbildung. Was man auch noch lernt ist nicht in Lernprozesse einzugreifen.

 

Ich möchte dies wieder an einem einfachen Beispiel erklären:

Eine junge, sehr schüchterne Frau kommt in die Praxis und erklärt, dass es da einen jungen Mann gibt, der ihr gefällt. Sie sieht ihn immer bei der Arbeit, aber die zwei haben noch nie gesprochen, sondern hatten immer nur Blickkontakt. Das heisst: Er hat sie angestarrt und sie war zu schüchtern um zurück zu kucken. Nun möchte sie wissen, ob das Medium da eine Beziehung sieht. In diesem konkreten Fall sieht das Medium aber, dass es wohl eher nicht zu einer Beziehung kommt, da der Mann schon eine Freundin hat und einfach gerne flirtet, da ihm die junge Frau optisch sehr gefällt.

 

1. Mögliche Antwort des Mediums: Man sagt was man sieht und die junge, schüchterne Frau wird sich weiterhin zurückziehen und nichts aus der Situation lernen.

 

2. Mögliche Antwort des Mediums: Man schaut warum das passiert und was die Klientin daraus lernen soll. In diesem Fall ist es so, dass die junge, schüchterne Frau, die kaum Selbstwertgefühl hat, lernen soll sich zu öffnen und auch merken soll, dass sie doch sehr hübsch ist und das Recht auf eine glückliche Partnerschaft hat. Als gut geschultes Medium sagt man also nicht alles was man spürt, sondern bestärkt die Klientin den Augenkontakt zu üben. Man vermittelt ihr, dass sie nie zu einem Kaffee eingeladen wird, wenn sie nur auf den Boden starrt. Sondern, dass ein Lächeln sehr helfen kann. Man unterstützt sie auch in der eigenen positiven Selbstwahrnehmung, so das sie ihre inneren wie äusseren Werte wahrnehmen kann. Denn nur so kann sie eine der wichtigsten Lektionen im Leben lernen: sich zu öffnen und Selbstliebe zu praktizieren.

 

Mediales Arbeiten

 

Mediales Arbeiten bedeutet ausnahmslos, dass man mit einem feinstofflichen Wesen zusammenarbeitet. Das können verschiedene Wesenheiten sein, z.B. Geistführer (siehe auch „Geistführer und Teams“). Das heisst, alle Fragen die gestellt werden, werden von der geistigen Welt beantwortet und nicht vom Medium, dieses hat nur die Funktion eines „Telefons“ also empfangen und weiterleiten.

 

Bei der Medialen Arbeit gibt es qualitativ grosse Unterschiede und darauf sollte man als Kunde achten:

 

  • Das Medium sollte eine vernünftige Ausbildung haben. Ich höre oder lese oft die Behauptung: “Ach ich konnte das schon als Kind, ich bin ein natürliches Medium.“ Meine Lieben! Wir sind alle geistige Welt und somit alle medial bis zu einem bestimmten Grad! Die Schulung der Talente eines Mediums entscheidet darüber, wie gut die mediale Beratung dann tatsächlich sein wird.

 

  • Unsere geistigen Teams (die des Mediums und des Klienten) schützen uns in der Regel vor allem Negativen. Kämen also negative Informationen oder sogar Drohungen in einer medialen Sitzung, ist diese sofort abzubrechen. Die geistige Welt arbeitet so, dass der Klient sich gestärkt und positiv fühlt nach einer Sitzung. Denn es gibt oft viel zu tun nach einer Beratung. Die geistigen Teams möchten also, dass man gestärkt an seine Lebensaufgaben und Lernprozesse geht. Auch wird in den höheren Dimensionen nicht verurteilt, sondern jeder mit Liebe angenommen und das sollte von einem gut geschulten Medium auch so weitergegeben werden. Allfällige persönliche, moralische Ansichten gehören nicht in eine Beratung.

 

  • Bei Jenseitskontakten ist es wirklich wichtig, dass das Medium zuerst Beweise liefert. Die Grossmutter, der Vater, die Mutter, der Freund haben schliesslich zu Lebzeiten so und so ausgesehen, sie haben an bestimmten Orten gelebt, sie hatten Charaktereigenschaften, sie sind an Krankheiten, Alter oder Unfällen gestorben, etc. Es werden grundsätzlich keine Nachrichten weitergeleitet wenn nicht klar ist wer Anwesend ist.                  Ich bitte hier den Fragesteller auch ein bisschen um Grosszügigkeit. Verstorbene haben keinen Mund mehr, sie kommen nicht vorbei und sagen: „Hi, ich bin der Fritz, das hier ist meine Tochter....“ Die Wahrnehmung läuft über subtilere Kanäle, Bilder, Empfindungen und Emotionen müssen dann vom Medium in Worte gefasst werden. Je länger ein Medium dies macht und je mehr Übung es hat, desto einfacher kann es diese Empfindungen in Worte kleiden, die „Fehlerquote“ wird sozusagen kleiner. Auch der Verstorbene in der geistigen Welt hat einen Einfluss, Jenseitskontakte sind immer Teamwork zwischen Medium und Kontakt.

 

  • Wenn man das Gefühl hat, dass das Medium „Cold Reading“ praktiziert, kann man auch eine einfachen Trick anwenden. Man dreht den Stuhl um, so dass man mit dem Rücken zum Medium sitzt. Bei einem geschulten Medium wird dies keinen Einfluss auf die empfangenen Informationen haben, es könnte dem Medium eher helfen. Viele „junge Medien“ lassen sich durch Gesichtsausdrücke verwirren. Menschen, die über Informationen nachdenken, haben nicht immer den Gesichtsausdruck, der zur erlangten Erkenntnis passt. Das ist auch der Grund, weshalb ich persönlich in Beratungen oft auf eine weisse Wand kucke und nicht den Augenkontakt zum Klient herstelle.

 

  • Ein gutes Medium wird einem nicht versuchen in die Abhängigkeit zu locken. Wir sind keine Psychologen bei denen es darum geht möglichst viele Sitzungen zu absolvieren damit mein Klient wieder auf den Pfad der Erkenntnis kommt. Das Gesagte soll mal verarbeitet und umgesetzt werden. Dies ist in der Regel ein Prozess der dauert und auch nicht von weiteren Sitzungen unterbrochen werden soll. Solange Lernprozesse und Aufgaben nicht gelöst werden kommen sowieso keine neuen Informationen. Die geistige Welt will uns ja auch nicht überfordern. Ich empfehle übrigens immer die Sitzung aufzunehmen, jedes Mobiltelefon hat heute eine Möglichkeit zur Sprachaufnahme. In einer Stunde wird viel gesagt, man kann sich unmöglich an alles erinnern.

 

  • Es ist möglich, dass von den geistigen Teams Information kommen, die die Zukunft betreffen. Diese kommen aus höherer Warte und können so auch vom Medium an den Klienten weitergeleitet werden . Allerdings muss man auch hier den freien Willen mit einbeziehen. Jeder Einzelne von uns besitzt ihn und manchmal ändern sich Situationen auch wieder, weil einer der Beteiligten sich doch in eine andere Richtung entschieden hat (siehe auch oben).

 

  • Zum Abschluss möchte ich darauf hinweisen, dass es wichtig ist, dass man als Medium sagt, woher die Information kommt, also ob man jetzt etwas Sensitives wahrgenommen hat oder ob es aus der geistigen Welt kommt. Und wenn es von einem Kontakt kommt, dann bitte doch auch sagen von wem. Die Information kommt immer von jemanden, dieses „ich spüre“ und dann nichts Genaues benennen können ist kein gutes Qualitätsmerkmal.