Besetzungen und andere Missverständnisse

Ich bin über die Jahre immer wieder mit verschiedenen Fragen konfrontiert worden und musste feststellen, dass es in unserer Gesellschaft immer noch viel Irrglauben gibt.

 

So möchte ich hier mit einigen alten und hartnäckigen Missverständnissen aufräumen. Ich spreche hier wieder aus meinen eigenen Erfahrungen und gebe auch das Wissen meiner Lehrer weitern und es gilt wie immer: weder ich noch meine Lehrer haben das alleinige Recht auf die absolute Wahrheit.

 

Was ist eine Besetzung?

Das Wort „Besetzung“ kommt ursprünglich aus dem Schamanischen und bezeichnet ein Problem im Energiefeld. Dieses Problem kann physischer oder geistiger Natur sein – auch ein verspannter Nackenmuskel kann die „Besetzung“ sein, die das Energiefeld stört. Psychische Störungen sind weitaus häufiger, denn wir alle schleppen Ängste, alte Glaubenssätze und Blockaden mit uns herum. Wenn wir also beispielsweise glauben, dass wir nur geliebt werden, wenn wir viel Leistung bringen, ist dies ein Muster, welches sehr oft zu Schwierigkeiten führt. Diese Menschen können sich ganz schlecht abgrenzen und kommen immer wieder in Situationen, in denen ihr Muster getriggert wird. Die Folge ist oft eine Überlastung, in schweren Fällen kann es zu einer Überlastungs-Depression kommen oder sogar zu Burnouts. Diese psychische Störung oder Überlastung ist im Energiefeld des Menschen wahrnehmbar.

 

Als der Schamanismus mit dem Christentum in Kontakt kam, wurden aus „Besetzung“ sehr schnell „Besessenheit“ (Achtung: es gibt auch christliche Schamanen z.B. in Brasilien, die Christentum mit dem alten Wissen der indigenen Stämme vermischen). Der Besessene sei von unerlösten Seelen, bösen Geistern oder gar Dämonen besetz hiess es dann schnell, wenn es jemandem schlecht ging oder er Pech im Leben hatte. Und so hatte und hat auch ein ganzer Zweig der Römisch-Katholischen Kirche wieder viel Arbeit, nämlich das Exorzieren. Darf man dem SFR glauben, sind in der Römisch-Katholischen Kirche 6 Exorzisten im Einsatz und es baten im Jahr 2017 rund 1300 Personen um eine Austreibung.

 

Mir persönlich ist noch nie ein „Besessener“ über den Weg gelaufen und ich kenne auch kein gut ausgebildetes Medium, das von Besetzungen spricht, denn auch hier gelten folgende Regeln:

 

  • Wenn ein Mensch den Körper verlässt ist er wieder „Geistig Welt“. In der Regel sieht er dann Vieles klarer und wenn er Hilfe braucht, wird ihm diese von höherer göttlicher Warte gegeben, dafür wird von den jeweiligen Teams gesorgt (siehe „Geistführer und Teams“).

     

  • Wo es gute Kräfte gibt, gibt es auch negative Kräfte. Unsere Teams schützen uns vor diesen negativen äusseren Einflüssen. Schlussendlich gehört beides dazu, alles ist göttlich und das Licht siegt immer.

     

  • Wenn man als Mensch nicht explizit nach negativen Kräften sucht, kommt man damit auch nicht in Kontakt. Den Schutz, den wir haben, ist wirklich sehr Kraftvoll und kann nicht einfach übergangen werden.

     

  • Natürlich kann Energie geteilt werden, aber Energie „absaugen“ geht gegen den freien Willen und kann soweit ich weiss nicht praktiziert werden. Weder von Menschen noch von Geistigen Wesen.

 

Warum es doch immer noch zu solchen Missverständnissen kommt möchte ich anhand zweier Beispiele erklären:

 

  • Es gibt viele Menschen die mit Ihren Hellsinnen etwas wahrnehmen, aber keine Ahnung haben, was sie da sehen. Nehmen wir mal an, ich sitze beim Kaffee mit jemandem, der Hellsichtig ist und der sieht meine Grossmutter bei mir. ICH weiss: sie ist Teil meines geistigen Teams und hat sich aus freien Stücken dazu bereit erklärt, gewisse Aufgaben innerhalb der Gruppe zu übernehmen. Sie ist also hin und wieder bei mir um mich zu unterstützen. Wenn diese Person jetzt meine Grossmutter sieht und noch dem Irrglauben der Besetzung unterliegt, dann wird sie vermuten, dass meine Grossmutter ein Problem hat, nicht ins Licht kann, mich besetzt und so weiter.

 

  • Es gibt sogenannte Familien-Muster, die bei Nicht-Erkennen und Nicht-Bearbeiten ungelöst in der Familie weitergereicht werden. Dass es Muster gibt und dass man sie lösen soll ist ja eine relativ neue psychologische Erkenntnis. Daher hat es auch wirklich noch viele solcher Muster in den Familien. Nehmen wir mal das Muster von „nicht gut genug sein“: wenn meine Urgrossmutter sich schon immer als nicht gut genug empfand und darum z.B. immer an die falschen Männer geriet, das Muster nicht erkannt und bearbeitet hat, hat sie das Muster an meine Grossmutter, die je nach dem an meine Mutter und meine Mutter an mich weitergegeben. Wenn ich jetzt also so ein ungelöstes Muster habe, kann jemand, der hellsichtig oder hellfühlig ist, dieses Muster in irgendeiner Form wahrnehmen. Wenn diese Person nicht trainiert ist oder eben noch irgendwelchen Irrglauben anhängt, dann könnte die Vermutung auftauchen, dass da noch eine Urgrossmutter oder Grossmutter oder Mutter in meiner Aura rumgeistert und für das Pech in meinen Liebesbeziehungen verantwortlich ist.

 

Verlorene Seelen die das Licht suchen, gibt es die?

Also was häufiger vorkommt ist, dass jemand nicht gleich versteht, dass er gestorben ist. Das habe ich immer mal wieder gehört bei Kontakten in der Geistigen Welt. Dazu muss man wissen, dass die Energie der Aufmerksamkeit folgt. Das heisst, wenn jemand stirbt und er denkt an seine Mutter, zack ist er bei ihr - denkt er dann vielleicht an seine Arbeit, zack ist er am Arbeitsort und so weiter. So kommt es immer wieder vor, dass jemand noch eine Weile „herumgeistert“.

 

Was mir aufgefallen ist: die Menschen, die noch „herumgeistern“ hatten eine sehr klare Vorstellungen davon, was sie nach dem Tod erwarten würde. Also entweder gar nichts oder eine von sehr klare religiöse Vorstellung. Wenn diese dann nicht eintrifft und man immer noch „sich selbst“ ist, kann das schon mal zum Missverständnis führen, dass man noch lebt. Tut man ja auch halt einfach nur mit einem Energiekörper.

 

Das ist allerdings die Minderheit. Die meisten anderen verstehen sehr wohl was passiert. Im Moment, in dem sie die Hülle verlassen, ist ihr geistiges Team da und holt sie ab und ihnen wird klar, dass das nur ein kurzes, menschliches Leben war, dass sie es aus freien Stücken gewählt hatten, um Erfahrungen im Dualen System zu sammeln. Soviel ist etwa bekannt und kann von unserem begrenzten menschlichen Verstand wahrgenommen werden. Wie es wirklich ist in der Geistigen Welt weiss keiner wirklich, so lange er noch hier auf der Erde weilt. Mein Lehrer Andy hat immer gesagt: es wird so sein, wie wir es uns vorstellen, nur ganz anders.

 

Ihr fragt euch vielleicht: was ist denn mit den andern, die noch etwas herum irren, werden die denn nicht von ihren Teams abgeholt? Doch natürlich, alle werden abgeholt und die Geistführer sind auch immer gleich zur Stelle, nur werden sie von den Verstobenen, die sich einfach nicht vorstellen können, dass sie nun „tot“ sind, ignoriert.

 

Geht es Selbstmörder in der geistigen Welt ganz schlecht?

Es ist mir noch nie jemand untergekommen, der sich umgebracht hat und dann als „Häuflein Elend „erschien. Bei der ersten Wahrnehmung des Verstorbenen weiss ich ja meistens noch gar nicht, wie er gestorben ist, sondern ich nehme ganz normale Vibes war. Ich sehe die Person, kann sie beschreiben, im Äussern wie auch ihren Charakter. Dass die Person Selbstmord begangen hat und vielleicht auch warum wird mir in der Regel erst später in einem Kontakt gezeigt.

 

Tut es ihnen leid, dass sie gegangen sind?

Meistens schon.

 

Tut es ihnen leid, dass sie Familien und Freunde leidend zurückgelassen haben?

Ja sehr und das ist wohl das Schlimmste daran, dass sie verstehen, wie viel Leid sie verursacht haben und keinen Weg mehr haben zurück zu kehren oder das Geschehene wieder gut zu machen.

 

Die meisten Selbstmörder, die ich „getroffen“ habe waren sehr betrübt, das Leben weggeworfen zu haben und sehen die Chancen, die sie gehabt hätten heute klarer als noch zu Lebzeiten. Trotzdem kann ich sagen, dass es sonst sehr schöne Kontakte waren. Es hat viel Heilung gebracht auf beiden Seiten bei Klienten und Verstorbenen. Und es geht auch immer weiter in der geistigen Welt - niemand wird dafür bestraft, dass er seinen freien Willen genutzt und den Freitod gewählt hat. Es gibt auch keine Hölle oder einen Limbus in dem man verweilen muss, bis das Leben auf der Erde tatsächlich beendet gewesen wäre. Auch als Selbstmörder kann man in der geistigen Welt noch fröhlich sein, bei seinen Lieben weilen und sie unterstützen. Es ist auch nicht alles schwarz und grau. Verstorbene zeichnen sich oft durch ihren feinen Humor und ihre Lebensfreude aus und die Menschen, die Suizid verübt haben, bilden da keine Ausnahme.