Jenseitskontakt trotz Wiedergeburt, wie geht das?

Wir alle werden fortlaufend wiedergeboren bis unsere Seele entscheidet, dass wir jetzt genug gelernt haben auf dieser Erde und unsere Wege auf anderen Ebenen oder in anderen Dimensionen weiter gehen.

 

Im Laufe der Jahre war ich immer wieder überzeugt, dass Menschen aus meiner Familie, die bereits verstorben waren, wiedergeboren wurden. Mein Grossvater zum Beispiel kam ca. 11 Jahre nach seinem Tod als Mädchen in derselben Familie wieder zur Welt. Das wusste ich, als ich das kleine Baby damals zum ersten Mal im Arm hatte. Ich hatte damals noch keine mediale Ausbildung und war mir nicht ganz sicher, ob meine Wahrnehmung richtig ist. Ich habe dies dann im Nachhinein mit einem mir bekannten, sehr guten Medium überprüft und sie kam zum selben Schluss wie ich damals. Ein paar Jahre später fing ich dann meine Ausbildung zum Medium an der Kaleidoskop Schule an.

 

Es ist so, dass die in der eigenen Familie Verstorben sich grosszügig zur Verfügung stellen, damit die angehenden Medien mit ihnen Jenseitskontakte üben können. Meine Grosseltern, die schon alle in der geistigen Welt waren, bildeten da keine Ausnahme. Sie kamen oft und gerne, um mit uns zu üben. Auch mein Grossvater, dessen Wiedergeburt ich ja mitverfolgt hatte, war dabei. Er erschien immer, wenn wir das „Jenseitskontakte vor Publikum präsentieren“ übten. Sicher ein dutzende Mal und so, dass ich ihn immer eindeutig identifizieren konnte.

 

Dies warf natürlich auch bei mir die Frage auf, wie geht denn das?

 

Hier möchte ich die Antwort geben, soweit wie ich das jetzt verstanden habe. Es ist natürlich möglich, dass sich mein Verstehen in den kommenden Jahren noch verfeinern wird:

 

Eine Seele hat viele Aspekte und sie wählt für jede Inkarnation (leben in der Materie/auf der Erde) die passenden Seelenaspekte, denn jedes Leben hat unterschiedliche Anforderungen wie:

  • die Zeitepoche in die sie hineingeboren wird

  • die Facetten des jeweiligen Geschlechts und

  • die Anpassung an den Seelenplan

 

Das heisst, was für Erfahrungen möchten gemacht und was will in diesem Leben verwirklicht werden. Das könnte z.B. sein, dass jemand, der ein sehr hartes Leben hatte in der letzten Inkarnation in diesem Leben eher die weichen, weiblichen Seiten leben möchte. Oder er oder sie hat ein Talent mit Kindern zu arbeiten und möchte dies zum Wohl aller in diesem Leben verwirklichen, der wird dann vielleicht Sozialpädagoge oder Lehrer. Es gibt Menschen, die in diesem Leben keine Kinder möchten, weil sie schon in vielen Leben Grossfamilien hatten und nun eines erlebe möchten, in dem sie sich nur auf sich konzentrieren können. Die Seelenpläne sind so vielfältig wie die Menschen selbst.

 

Um so einen Plan erfolgreich zu erfüllen, bekommt ein Mensch immer alle Begabungen und charakterlichen Eigenschaften mit, die er benötigt. Auch wird sich die Seele vorher immer die passenden Eltern und das passende gesellschaftliche Umfeld aussuchen. In jedem Leben werden sozusagen andere Aspekte benötigt. Alle Aspekte aus früheren Leben sind und bleiben in der geistigen Welt. Ein Verstorbener wird sich bei einem Kontakt darum seinen Hinterbliebenen so zeigen, wie sie es verstehen können, also mit den Aspekten, die zu seinem damaligen Leben passen.

 

Könnte man sich eine Seele als Puzzle vorstellen, so schickt man immer die passenden Teile zur Erde, die im kommenden Menschenleben benötigt werden. Das grosse Ganze der Seele bleibt in der geistigen Welt und hilft den Teilen hier, ihr Leben zu gestalten und nach dem Seelenplan zu verwirklichen.

 

Das Bild mit dem Puzzle stimmt natürlich so nicht, denn eine Seele ist Energie und Energie teilt sich nicht, das heisst auch, dass wir alle immer eins sind mit unserem grossen Ganzen, auch wenn wir es nicht merken. Aber das Bild mit dem Puzzle hilft unserem menschlichen Verstand den komplexen Vorgang zu verstehen.